FOM am Rheinauenhafen​

Kategorie
Öffentliche Bauten

Standort
Köln

Baujahr
2012

Leistung
LPH 1-9 HOAI

Das Fachhochschulgebäude am Rheinauhafen in Köln wurde auf dem sogenannten „Baufeld 24“ errichtet, das den Abschluss der zweiten Bebauungsreihe des Rheinauhafens aus nördlicher Richtung bildet. Das Grundstück liegt in unmittelbarer Nachbarschaft bekannter Baudenkmäler wie dem Hafenkontor und dem „Siebengebirge“ und nimmt eine exponierte Position ein, die das neue Gebäude besonders zur Platz- und Raumkantenbildung am Elisabeth-Treskow-Platz beiträgt. Aufgrund der Lage zwischen dem „Siebengebirge“ im Osten und der Straßenbahnlinie im Westen wurde das Grundstück zuvor als freie Baulücke wahrgenommen. Um die städtebauliche Einbindung zu optimieren, wurden die Ost- und Westfassaden typologisch geschlossen, während die Nord- und Südfassaden als Hauptfassaden entwickelt wurden, um die attraktiven Blickbeziehungen aufzugreifen.

Der Baukörper organisiert die wesentlichen Hauptnutzflächen in Form eines zweiseitig geöffneten Kubus auf einem umlaufend ablesbaren Sockelgeschoss. Durch Rücksprünge im Sockelgeschoss entstehen geschützte Eingangsbereiche sowohl zur Platzseite als auch in Richtung Agrippinawerft. Die Ost- und Westseiten des Gebäudes sind als Lochfassade ausgeführt, während die Nord- und Südfassaden modulare, kassettenartige Elemente aufweisen. Die Zonierung der Hauptfassaden wurde motivisch auch auf die geschlossenen Fassaden übertragen, sodass eine einheitliche Proportion von offenen und geschlossenen Flächen entsteht. Dies vermittelt Ruhe und verhindert geometrische Übergaben zum Staffelgeschoss.

Bei der Umsetzung des Gebäudes wurde besonderer Wert auf ökologische und energieeffiziente Lösungen gelegt. Die kompakte Bauform ermöglicht einen reduzierten Wärmebedarf. Außen liegende Sonnenschutzanlagen und die geschlossenen Ost- und Westfassaden reduzieren die Kühllasten im Sommer. Aufgrund der Gebäudetiefe und der Raumanordnung sind die meisten Flächen über die Fassaden natürlich zu belüften. Da die Nutzung des Gebäudes erhöhte Kühllasten erzeugt, wurde zusätzlich eine voll konditionierte Be- und Entlüftung mit hohen Luftwechselzahlen installiert. Der Anschluss an das vorhandene Fernwärmenetz sowie der Einsatz einer Brunnenkühlung tragen zur Kompensation der sommerlichen Lasten bei und erfüllen die seit 2010 gesetzlich geforderten Anforderungen an den Einsatz erneuerbarer Energien.

Kategorie
Öffentliche Bauten

Standort
Köln

Baujahr
2012

Leistung
LPH 1-9 HOAI