Theater Zeche Zollverein

Kategorie
Wettbewerb

Standort
Essen

Im Rahmen eines Architekturwettbewerbs wurde ein Konzept für den Neubau eines Theaters innerhalb einer ehemaligen Industriehalle auf dem Gelände der Zeche Zollverein entwickelt. Ziel des Entwurfs war es, die besondere Atmosphäre des denkmalgeschützten Areals zu bewahren und zugleich einen neuen kulturellen Nutzungsschwerpunkt zu schaffen.

Bestand
Die ehemalige Industriehalle stellt sich als lang gestreckter, rechtwinkliger Baukörper dar. Die tragende Struktur basiert auf einer Stahlbetonstützenkonstruktion mit regelmäßigen Achsabständen, die im linken Erdgeschossbereich durch zusätzliche Stützen ergänzt wird. Das Erdgeschoss (Ebene 00 | +/- 0,00 m) diente ursprünglich der Unterbringung technischer Nebenaggregate. In Ebene 01 (+5,50 m) befanden sich Sauger und Kompressoren der ehemaligen Kokereianlage, gelagert auf einem massiven Stahlbetonpodest.

Entwurfsidee
Der Wettbewerbsbeitrag verfolgt das Ziel, neue bauliche Elemente klar von der bestehenden Struktur abzugrenzen. Der industrielle Charakter und die räumliche Wirkung des historischen Bestands sollen dabei erhalten bleiben.

Das geplante Theater wird als eigenständiger Baukörper innerhalb der vorhandenen Raumhülle eingefügt. Die Einbauten mit ansteigender Bestuhlung in den Ebenen +/- 0,00 m und +5,00 m sind bewusst zurückhaltend gestaltet und setzen sich deutlich vom Bestand ab. So bleibt die historische Dimension des Ortes erfahrbar.

Der Entwurf sieht einen Zuschauerraum für ca. 800 Personen vor und integriert das Theater sensibel in das denkmalgeschützte Ensemble der Zeche Zollverein. Die Verbindung von Bestand und Neubau schafft einen spannungsvollen Dialog zwischen industrieller Vergangenheit und kultureller Zukunft.

Kategorie
Wettbewerb

Standort
Essen